UEFI als BIOS Ersatz

Seit nun 25 Jahren kennen wir das BIOS als kleines Hauptverwaltungswerkzeug unseres PCs. Es wurde immer komplexer und mit neuen Funktionen ausgestattet. Wer den Cursor im BIOS vermisst hat, konnte bei neuen Laptopmodellen von DELL den komfort einer Mausunterstützung geniessen. Doch es war auch nur eine Frage der Zeit bis das altbekannte Basic Input/Output System (BIOS) ersetzt wird. Es wurde zwar noch nichts definitives entschieden, aber wenn man sich die Entwicklung der Technologie anschaut, sieht es düster aus für das alte BIOS.

Wir sprechen hierbei von dem neuentwickeltem UEFI. Die Abkürzung steht für „Unified Extensible Firmware Interface“ und bedeutet soviel wie „Vereinheitlichte erweiterbare Firmware-Schnittstelle“. Angeblich ist es einfacher zu bedienen und man soll vor dem Betriebssystemstart auswählen können, welche Bestandteile des verwendeten Betriebssystems geladen werden sollen. Dies ermöglicht beispielsweise den Start eines Fehlerhaften Programms oder Treibers zu verhindern.

Spezifikationen laut dem EFI Forum:

  • Einfache Erweiterbarkeit
  • Implementiertes Netzwerkmodul (Für Remotezugriff)
  • Preboot Execution Environment
  • Hohe grafische Darstellung
  • BIOS-Emulation für Kompatibilität zu vorhandenem BIOS
  • Eine verfügbare SHELL womit EFI-Applikationen aufgerufen werden können. (Endung .efi)
  • Treiber können direkt als „Modul“ in das EFI integriert werden. Somit ist es möglich systemunabhängige Treiber zu integrieren.
  • Mit der neuen GUID Partition Table ist es möglich flexibler Partitionen zu verwalten, welche eine höhere Kapazität als 2 TB besitzen.

Wie sinnvoll diese Spezifikationen sind, wird sich zeigen. Das implementierte Netzwerkmodul stellt nämlich in gewisser Weise auch eine Sicherheitslücke dar. Für den normalen Anwender werden die erweiterten Einstellungsmöglichkeiten wie Treiberintegration nicht viel Sinn machen.

Deshalb erntet das UEFI auch scharfe Kritik. Angeblich bietet das UEFI mehr Komplexität ohne dass wirkliche Vorteile geboten werden. Wie schon oben erwähnt stellt das Netzwerkmodul ein Sicherheitsrisiko dar und wäre darum vor allem für Banken nicht von Vorteil, da Daten theoretisch unbemerkt ausspioniert werden könnten.

Artikelbildquelle: http://www.pcgameshardware.de/screenshots/medium/2010/10/uefi_logo_red2-e1277195492458.gif
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  1. Sieht hammer aus! Asus ist und bleibt mein absoluter Favorit! :-)

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