Grundlagen der Druckertypen

Hab ihr euch schon einmal gefragt, was der Unterschied zwischen den verschiedenen Druckertypen ist, nicht nur, dass ihr verschiedene Druckerpatronen kaufen müsst? In der Nachfolgenden Dokumentation findet ihr die gängigsten Druckertypen und ihre Unterschiede. Viel Spass!

Monochrom Laserdrucker (S/W)

Der Laserdrucker benutzt eine Bildtrommel, deren nutzbare Oberfläche in der Breite einer DIN A4 Seite (oder US=Letter) entspricht. Der Umfang der Trommel muss jedoch nicht der Seitenlänge entsprechen, da die Trommel auch durch mehrere Drehungen das Blatt komplett bedrucken kann. Dies kann jedoch auch Fehler beim Drucken hervorrufen. Diese Trommel ist statisch geladen (bzw. wird von der Primär Korona geladen). Sie rotiert und wird überall dort, wo es notwendig ist, Punkt für Punkt von einem zeilenweise hin- und herbewegten Laser-Strahl beschrieben. Trifft der Strahl auf, wird die Ladung an den jeweiligen Punkten entfernt. Sind keine Informationen aufzubringen, bleibt der Laser für den entsprechenden Punkt aus und damit die Ladung unverändert. So entsteht ein Negativ des späteren Ausdrucks. Auf die Bildtrommel wird Toner-Pulver aufgebracht, das genau die gleiche Ladung hat wie die Trommel. Es haftet nur an den Stellen, an denen der Laser die Ladung gelöscht hat.

Dieses Toner-Abbild der Daten gelangt dann auf statisch aufgeladenes Papier und wird dort durch Erhitzen fixiert.

LED-Drucker

Bei LED Druckern ist die Übertragungstechnik des Bildes auf die Bildtrommel wesentlich einfacher und kleiner zu bewerkstelligen, da der Umweg über die Umlenkspiegel, Linsen und Filter entfällt.

Eine Zeile mit LED`s bestückt überträgt das Bild direkt auf die Bildtrommel.

Unterschied Laser-Drucker – LED-Drucker:

Der Nachteil dieser Technik liegt in der Tatsache, dass man technisch nicht in der Lage ist, LED`s zu produzieren die eine gleichmäßige Helligkeit der gesamten LED Zeile garantieren. Diese Abweichungen sind so gering dass sie bei Textdrucken nicht auffallen. Störend können sie erst bei Grafikdrucken werden.

Ein weiterer Nachteil besteht in der Tatsache, dass mit einem LED Drucker nicht die gleichen hohen Auflösungen zu schaffen sind, die ein Laserdrucker erreicht.

LCD/LCS-Drucker

Abkürzung Liquid-Crystal-Display-/Shutter-Drucker. Das sind fotoelektrische Drucker, die ähnliche Grundprinzipien benutzen wie Laserdrucker oder LED-Drucker. Sie verwenden aber keinen beweglichen Laserstrahl, sondern eine Leiste, die so breit ist wie eine Seite und 2.400 LCD-Elemente enthält. An ihr dreht sich die zu belichtende Bildtrommel vorbei. Die einzelnen LCD-Elemente werden entsprechend den auszugebenden Daten angesteuert und lassen dann entweder das Licht einer starken Lampe durch oder verdunkeln es. Dementsprechend werden Ladungen auf der Bildtrommel entfernt, oder unverändert gelassen. Das weitere Verfahren entspricht dem des Laserdruckers. Aufgrund der Ähnlichkeit werden LCD-/LCS-Drucker oft auch als Laserdrucker bezeichnet.

Farb Laserdrucker

Vom Grundprinzip unterscheidet sich der Farb-Laserdrucker zum Monochromlaserdrucker nur darin, dass noch zusätzliche Tonerbehälter (sowie meist separate Belichtungseinheiten) für die einzelnen Farben (Cyan, Magenta, Yellow und Black) zur Verfügung stehen. Die Bildtrommel oder das Transferband belichtet der Laserstrahl viermal pro Druck – für jede Farbe einmal.

Bei ihnen werden die einzelnen Grundfarben mit entsprechendem Toner übereinander gedruckt und anschließend fixiert.

Nadeldrucker

Nadeldrucker sind Matrixdrucker, die statt ganzer Buchstaben nur Punkte durch Nadeln auf das Papier bringen, die sich optisch zu Buchstaben zusammenfügen. Oft findet Endlospapier (Tabellierpapier) Verwendung. Ein entscheidender Vorteil gegenüber anderen Druckern ist die Möglichkeit, Durchschläge in einem Arbeitsgang anzufertigen, weshalb solche Drucker noch heute in vielen Arztpraxen oder Firmen zu finden sind. Auch lassen sich mit Nadeldruckern einfache Schwarz-Weiß-Grafiken drucken. Sie verursachen beim Druckvorgang jedoch starken Lärm. Solch einen Drucker nennt man auch Impact-Drucker (Anschlagdrucker).

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Tintenstrahldrucker

Tintenstrahldrucker sind Drucker, die sehr kleine Tintentröpfchen anschlagfrei auf das Papier spritzen. Vorläufer der Tintenstrahldrucker sind technische und medizinische Geräte, die Messwerte als Tintenkurven aufzeichnen. Ihnen folgten als erste Tintenstrahldrucker die Continuous-Ink-Jet-Drucker, die einen kontinuierlichen Tintenstrahl benutzten, der nach Bedarf elektrostatisch abgelenkt wurde. Dieses Verfahren wird – in verbesserter Form – auch heute noch bei einigen hochwertigen Tintenstrahldruckern benutzt. Bei normalen Tintenstrahldruckern werden nur nach Bedarf (Drop on Demand) Tröpfchen aus Düsen auf das Papier geschleudert, um einzelne Punkte zu erzeugen (durchschnittliche Größe 0,4 bis 0,3 mm). Diese Tröpfchen entstehen entweder im Bubble-Jet- oder im Piezo-Verfahren.

Es gibt Tintenstrahldrucker als Schwarz-Weiß- und Farbdrucker (letztere sind mit mehreren Druckköpfen für die verschiedenen Grundfarben ausgestattet).

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Bubble-Jet Verfahren

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Piezo Verfahren

Wachsdrucker (Solid-Ink-Drucker)

 

Wachsdrucker (oder Solid-Ink-Drucker) sind Drucker, die mit durch Hitze verflüssigten Wachstropfen drucken. Sie zeichnen sich i. d. R. durch niedrige Druckkosten und Wartungsfreundlichkeit aus. Wachsdrucker werden teilweise auch als Festtintendrucker bezeichnet. Nachteilig ist der enorm hohe Stromverbrauch. So sollten diese Geräte selten ausgeschaltet werden. Nach Einschalten 12 Minuten bis zum ersten Ausdruck ist keine Seltenheit. Darüber hinaus sind die Dokumenten durch ihre Wachsschicht sehr wärmeanfällig und lassen sich schlecht weiterverarbeiten (bspw. kein laminieren möglich).

 

Das Solid-Ink-Druckverfahren wurde entwickelt von Tektronix. Das Patent wurde aufgekauft von Xerox und kommt dort bei einigen Modellen der Serie Phaser, WorkCentre und ColorQube zum Einsatz.

Solid-Ink im Vergleich

Solid-inkLaserTinte
Patronen ArtWachs BlöckePulverflüssig
UmgangSehr einfachkomplexereinfach
SauberkeitSauberKann auslaufenKann auslaufen
Abfallgeringhochmittel
Kosten pro Seitegünstiggünstigmittel

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Farbsublimationsdrucker

Ein Drucksystem, bei dem Farben auf mit Farbstoff getränkte Bänder übertragen werden. Diese Farbstoffe werden erwärmt und gehen dann mit dem Papier eine chemische Reaktion ein, wodurch die Farben entstehen. Typische Anwendungsbereiche sind das grafische Gewerbe, Prepress-Anwendungen, Bild-/Fotobearbeitung und Werbeagenturen.

 

 

 

 

 

 

 

 

Fazit

Für die meisten Anwender macht es keinen Unterschied ob sie einen Laser oder Tintendrucker haben, es entscheidet sich höhstens in der Geschwindigkeit oder kleine Qualitätsmerkmale. Bei diesen kleinen Geräten kann man jedoch kaum sagen, welcher Typ der bessere ist, da Auflösung und Qualität auch immer vom Hersteller abhängig sind. Je günstiger ein Produkt, desto weniger sollte man erwarten (soll natürlich nicht heissen günstig=schlecht!).

Einigen Techniken begegnen wir nur selten im Alltag, wo es kaum auffällt. Beispielsweise die Nadeldrucker werden teilweise noch bei alten Quittungsdruckern verwendet, damit ein Durchschlag (Kopie) gemacht werden kann. Oder der Farbsublimationsdrucker von einigen kleinen Fotodruckern, bei denen ganze „Kasetten“ ausgewechselt werden müssen.

 

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